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Methoden

Psychosynthese

Die Psychosynthese wurde von dem italienischen Psychiater und Neurologen Roberto Assagioli Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. In der Psychosynthese geht man davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeiten besitzt, um ein erfülltes, freies und selbstbestimmtes Leben führen zu können. Schwierige emotionale Erfahrungen in der Kindheit hemmen jedoch die persönliche Entwicklung und somit auch diese Fähigkeiten. Häufig wird dann versucht, die Probleme „loszuwerden“, anstatt sich mit ihnen auseinanderzusetzen – was leider nicht gelingt. Die Methoden und Prinzipien der Psychosynthese sowie die liebevolle Auseinandersetzung mit sich selbst unterstützen dabei den Menschen, Krisen und Konflikte als Wachstumschancen zu erkennen und zu nutzen. Die Schulung des Willens spielt hierbei eine tragende Rolle.
Die Psychosynthese verbindet die westliche Psychologie mit östlichen Ansätzen und arbeitet hauptsächlich mit Symbolarbeit, Meditation, Rollenspielen, Arbeit mit dem inneren Kind, Übungen und Techniken aus der Gestalttherapie, Imaginationsübungen und Körperwahrnehmung.

Focusing

Focusing wurde von Eugene T. Gendlin, Professor für Philosopie und Psychotherapie an der University of Chicago entwickelt.
Gendlin stellte in jahrelanger Beobachtung fest, dass die eigentliche Arbeit nicht der Therapeut leistet, sondern der Klient. Therapie funktioniert, wenn der Klient sich seiner körperlichen Empfindungen, die ein Problem oder eine Situation auslösen, bewusst ist - sie spürt - und während eines Prozesses die Fähigkeit behält sich ihnen immer wieder zuzuwenden. Dieses Spüren und sich vergewissern der körperlichen Empfindungen (Felt Sense) ist für Gendlin der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie und bildet die Grundlage des Focusing.
Focusing ist also eine besondere Form der Aufmerksamkeit, mit der wir mit den eigenen Gefühlen und Empfindungen – dem gespürten Erleben – eines Themas in Kontakt kommen. Dieses körperliche Erleben einer Situation, eines Problems oder eines Konflikts kann uns unterstützen die Weisheit unseres Körpers achtsam wahr zu nehmen und uns von ihr leiten zu lassen. Unser Körper weiß mehr und kann uns Lösungen zeigen, die bereits von ihm gespürt werden, uns aber vom Verstand her noch vollkommen unzugänglich sind. So schaffen wir einen Raum für Heilung und der Lösung des Problems.
Durch die Schritte des Focusing können wir der Weisheit des Körpers vertrauen lernen, verändern uns auf konstruktive Weise und können so kraftvoller, freier, entspannter und kreativer entscheiden und handeln.

Focusing wird bereits in vielen Bereichen angewandt:

  • Psychotherapie, Beratung, Coaching und Supervision
  • Gesundheitsvorsorge - Stressbewältigung, Entspannung
  • Management - Planung, Entscheidungsfindung, Kommunikation
  • Pädagogik (Schule, Erwachsenenbildung), bei künstlerischem Arbeiten und kreativem Denken
  • Fragen der Sinnfindung und Spiritualität

Verhaltenspsychotherapie

Die Grundannahme der Verhaltenstherapie ist, dass menschliches Verhalten größtenteils erlernt ist. So sind auch Symptome wie Ängste, Phobien oder Zwänge erlernt und können anhand veränderter Verhaltensmuster neu erlernt werden. Die Verhaltenstherapie ist somit eine Hilfe zur Selbsthilfe.
Bei der kognitiven Verhaltenstherapie wird die Achtsamkeit auf die Gedankenmuster gerichtet. Wir können lernen, die meist unbewussten und negativen Gedanken zu erkennen und können sie so hinterfragen und überprüfen. Mit etwas Ausdauer und Übung führt dies zu einer veränderten Sicht auf Dinge und Situationen in unserem Leben. So erleben wir wieder mehr Ausgeglichenheit, Freude und Wohlbefinden. 

Imaginationsmethode nach Phyllis Krystal

Die von der gleichnamigen Psychotherapeutin entwickelte Phyllis-Krystal-Methode arbeitet mit inneren Bildern und Symbolen, um sich von alten Mustern, Verhaltensweisen und Autoritäten zu befreien. Durch Visualisierungsübungen können wir mit dem Unbewussten kommunizieren und uns von Bindungen befreien, die uns daran hindern, ein wirklich freies, selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen. So lernen wir wieder, auf unsere eigene, innere Stimme zu hören und zu vertrauen.
Phyllis Krystal ist freischaffende Dozentin und Autorin mehrerer Bücher u.a. „Die inneren Fesseln sprengen“, „Frei von Angst und Ablehnung“.

Die Arbeit mit dem inneren Kind

Um unsere Spontaneität, Intuition, Kreativität und ursprüngliche Lebensfreude, die wir alle – wie Kinder – in uns tragen, wieder zu entdecken und zu befreien, hat sich die Arbeit mit dem inneren Kind als sehr hilfreich und effektiv erwiesen.
Frühe Verletzungen und Kränkungen aus unserer Kindheit oder Jugend sind in uns gespeichert und hindern uns daran, heute ein wirklich freies und glückliches Leben zu führen. Es ist nicht notwendig, alle diese schmerzhaften Erlebnisse aus der Kindheit zu erinnern oder zu analysieren. Es zeigt sich bei dieser Arbeit ganz von selbst, was das innere Kind – ausgehend von der aktuell schwierigen und als belastend erlebten Situation – gebraucht hätte. Diese Bedürfnisse können im Hier und Jetzt mithilfe dieser Arbeit nachgenährt werden.